Jugend forscht Bundessieg 2019

Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit

Knochenimplantate aus Titan haben winzige Bohrungen und Poren, deren Grate vor dem operativen Einsetzen sauber entfernt werden müssen. Bei vielen in der Industrie gängigen Verfahren des Entgratens bleiben Kleinstpartikel oder Verunreinigungen zurück, die in den Körper des Patienten gelangen können. Jakob Rehberger und Jonas Münz fanden eine Lösung für dieses Problem. Sie entwickelten eine Maschine, die die Grate von Knochenschrauben mit Ultraschallwellen entfernt. Dazu benutzten sie Komponenten der Firma Weber Ultrasonics. Die Jungforscher testeten verschiedene Lösemittel, Temperaturen, Einstrahlwinkel wie auch Bestrahlungszeiten und analysierten die entgrateten Schrauben auf Rückstände und Keime. Ergebnis ihrer Forschungsarbeit ist eine vollautomatische, einsatzbereite Entgratmaschine, die sauber entgratete und keimfreie Implantate liefert.

Laudatio des Bundespräsidenten

Die Jury beeindruckte insbesondere, wie die beiden Jungforscher auch schwierigsten Problemen nachgegangen sind, die vorher als unlösbar galten. Sie stellten sich den gefundenen Phänomenen, die sie anfangs nicht verstanden hatten, und recherchierten so lange, bis sie eine schlüssige Erklärung fanden. Dadurch konnten sie ein etabliertes Verfahren deutlich verbessern.

Bundeswettbewerb Jugend Forscht 2019 in Chemnitz, Rundgang mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Michael Kretschmer und Bildungsministerin Anja Karliczek. © Stiftung Jugend Forscht e.V.